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Schulprojekt "Verrückt? Na und!"
29.12.2017 17:50 ( 6755 x gelesen )

"Verrückt? Na und!"  - das Schulprojekt

Förderung der seelischen Gesundheit: Ein Thema für die Schule!

 



  Förderung der seelischen Gesundheit: Ein Thema für die Schule!

Psychische Erkrankungen beginnen oft im Jugendalter. Umso wichtiger sind deshalb wirkungsvolle Prävention und Gesundheitsförderung. Die Schule ist dafür ein idealer Ort. Der „Verrückt? Na und!“-Schultag bringt das Thema psychische Gesundheit in die Schule. Er zeigt einfache und wirksame Wege, wie Schüler und Lehrkräfte gemeinsam Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können, damit alle gut die Schule schaffen.

Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“ des Leipziger Vereins Irrsinnig Menschlich e.V. startete Ende 2009 unter der Regie des Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau.

Ziele

„Verrückt? Na und!“ stärkt die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Das ist wichtig, weil …

  • ca. 20% der 13- bis 18-Jährigen psychische Gesundheitsprobleme haben.
  • oft mehrere Jahre vergehen, bis sie Hilfe suchen und bekommen.
  • ca. 2 bis 3 Millionen Heranwachsende mindestens ein Elternteil haben, das psychisch erkrankt ist.
  • 90% der jungen Menschen, die durch Suizid sterben, zuvor eine psychische Erkrankung hatten.

Psychische Krisen in der Jugend haben „gute“ Gründe und gehören meistens zum Aufwachsen.

Psychische Krisen verbergen sich jedoch häufig hinter Problemen wie Drogen, Alkohol, Mobbing, Gewalt, Schulabstinenz, Schulabbruch und suizidalem Verhalten. Sie…

  • beeinträchtigen Klassenklima und Schulerfolg.
  • werden meist zuerst von Lehrkräften erkannt.
  • sind mit Ängsten, Vorurteilen und Stigmata behaftet.
  • kann man überstehen und daran wachsen.

Ziele des Schultags sind, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte klassenweise

  • Warnsignale seelischer Krisen kennen lernen.
  • über verschiedene jugendtypische Bewältigungsstrategien sprechen.
  • bestehende Ängste und Vorurteile gegenüber psychischen Krisen hinterfragen und abbauen.
  • erfahren, wer und was helfen kann.

Zielgruppen

Das Präventionsprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler
ab Klasse 9  und ihre Lehrkräfte

Inhalte

"Verrückt? Na und!" verfolgt einen universellen Ansatz der Prävention und Gesundheitsförderung und geht auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ein. Im Sinne des sogenannten Setting-Ansatz der Verhältnisprävention werden unter direkter Beteiligung der Betroffenen die jeweiligen Gesundheitspotenziale und -risiken ermittelt und ein Prozess geplanter organisatorischer Veränderungen angestoßen. „Verrückt? Na und!“ ist als niedrigschwellige Einstiegsintervention konzipiert und kann institutionsübergreifende „Präventionsketten“ integriert werden.

Ein Team aus fachlichen (z.B. Psychologe, Sozialpädagoge) und persönlichen Experten (Menschen, die psychische Krisen gemeistert haben) lädt gemeinsam mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer zu einem offenen Austausch über die großen und kleinen Fragen zur seelischen Gesundheit ein.

Ausgangspunkt sind die Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Häufige Themen: Prüfungsstress, Mobbing, Schulleistungen, Belastung durch Krankheit, Suizid, psychisch und suchtkranke Eltern, Drogen, Alkohol, Zukunftssorgen.

Durch das Gespräch mit den persönlichen Experten bekommt das Thema seelische Gesundheit ein Gesicht, zum Greifen nah – und dabei ganz normal. Diese unerwartete Begegnung  ist der Schlüssel zur Veränderung von Einstellungen und bestenfalls Verhalten bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Umfangreiches Material ermöglicht eine nachhaltige Begleitung in der Schule (www.irrsinnig-menschlich.de/material). Am wirksamsten und nachhaltigsten ist es, wenn der Schultag in gesundheitsförderliche Schulentwicklung integriert wird.

Der Schultag besteht aus drei Teilen

  1. Ansprechen statt Ignorieren: Wachmachen für seelisches Wohlbefinden in Schule und Ausbildung. Ausgangspunkt sind die Lebenserfahrungen der Teilnehmer. Häufige Themen:  Schulleistungen, Prüfungsstress, Mobbing, Süchte, Belastungen in der Familie, Krankheit, Suizid.
  2. Glück und Krisen: Von Lebensschicksalen und eigener Verantwortung – Gruppenarbeit.
  3. Mut machen, Durchhalten, Wellen schlagen: Austausch mit jungen und jung gebliebenen Erwachsenen, die psychische Krisen gemeistert haben.

Das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“  ist ein Baustein in der Aufklärungskampagne des Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau welches seit 2005 in Fortbildungsveranstaltungen, Vorträgen, Infoständen und kulturellen Events wie Filmreihen, Lesungen und Theaterstücken im Kreis Groß-Gerau über Depression informiert.

Die Organisation der Schultage liegt beim Bündnis, welches  Kontakte mit Schulen im Kreis aufgenommen hat sowie diese pflegt und mit der Schulsozialarbeit des Kreises Groß-Gerau zusammenarbeitet. 

Das Schulprojektteam Kreis Groß-Gerau wird flexibel auf Anfragen reagieren.

„Verrückt? Na und!“ ist ein Programm von Irrsinnig Menschlich e. V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) des nationalen Kooperationsverbundes "gesundheitsziele.de".

Die BARMER ist bundesweiter Präventionspartner für „Verrückt? Na und!“. 

An diesen Schulen  im Kreis Groß-Gerau fanden seit 2009 bereits Schultage zur seelischen Gesundheit statt:

  • Mittelpunktschule Trebur
  • Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf
  • Johannes-Gutenberg-Schule Gernsheim
  • Martin-Niemöller-Schule Riedstadt
  • Werner-Heisenberg-Schule Rüsselsheim
  • Prälat-Diehl-Schule Groß-Gerau
  • Evangelische Altenpflegeschule Groß-Gerau
  • Anne-Frank-Schule Raunheim
  • IGS Mainspitze, Ginsheim-Gustavsburg
  • Gruppe FSJ-ler des Paritätischen Wohlfahrtsverband
  • Berufliche Schulen Groß-Gerau

Folgende Berichte sind zu unserem Schulprojekt erschienen:

"Ein Schultag zur seelischen Gesundheit" Dr.med.Mabuse Ausgabe 216 Juli/August 2015

GG Echo: "Verrückt?Na und!- Die seelische Fitness fördern (30.12.2009)

Pressemitteilung des Kreises Groß-Gerau: "Bündnis gegen Depression startet Schulprojekte" (20.11.2009)

Radiobeitrag zum Schulprojekt am 17.11.2010 auf HR2 :  http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22844  unter "Wissenswert - Ideen machen Schule (3)" 

GG Echo: "Selbstmordgedanken waren wie ein Sog - Seelische Krisen als Unterrichtsstoff" (05.01.2013)

Die Martin-Niemöller-Schule hat im April 2013 einen Bericht über das Projekt auf ihre Homepage gestellt

GG Echo: "Schüler sammeln für Depressionshilfe" (11.07.2014)

Viele Infos  unter  www.verrueckt-na-und.de

Kontakt: Bündnis gegen Depression im Kreis Groß-Gerau , Projektkoordination: Anke Creachcadec, Tel.: 06105-966773 , buendnis-depression.kreisgg@spv-gg.de

 


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